Ejektor-Technologie: Neues Notlenzsystem für Havaristen

Die Körting Hannover AG setzt auch im Bereich Schiffbau weltweit auf technische Kompetenz und Flexibilität. Das zeigt sich unter anderem an dem leistungsstarken Lenzsystem, speziell gefertigt für den Neubau des Arbeitsschiffes "Saatsee".

Am 26. September 2012 nahm das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau das neue Arbeitsschiff für den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) in Betrieb: Die „Saatsee“ wurde zuvor an der Weser, in Berne/Motzen auf der Werft Fr. Fassmer GmbH & Co. KG, gebaut und mit allen notwendigen Komponenten ausgestattet. „Neben den von Körting stammenden Lenzstrahlpumpen für die eigene Schiffsbetriebstechnik verfügt das Schiff über ein von uns entwickeltes Notlenzsystem für Havaristen“, erklärt Berthold Kulp, Leiter Vertrieb Schiffbau der Körting Hannover AG. Er entwickelte das Lenzsystem, bei dem die Hochdruck-Pumpleistung des schiffseigenen Monitorsystems innerhalb einer FFP (Flüssigkeitsstrahl-Flüssigkeitspumpe) auf große volumetrische Saugleistung umgesetzt wird, die eine bis auf das circa 5-fache erhöhte Saugleistung ermöglicht. „Dieses Lenzsystem besteht aus zwei Ejektoren“, erklärt Berthold Kulp. Die GL-zertifizierten Ejektoren (Körting DN 200-TD 15270) sind fest in der Bodengruppe unter dem Flurboden des Maschinenraums eingebaut und liefern insgesamt eine Nenn-Lenzleistung von 400 m3/h bei einem Saugdruck von 0,4 bar abs. Die für das Lenzen notwendigen Saugschläuche sind an Bord gelagert und können im Einsatzfall wahlweise an vier Anschlüsse auf dem Arbeitsdeck angeschlossen werden.

L-Typ Ejektor der Körting Hannover AG

Bei der Übergabe an den Endkunden wurde das System einer Leistungsprüfung unterzogen und ohne Probleme übergeben. Die Werft Fr. Fassmer GmbH & Co. KG äußerte sich sehr zufrieden über die Zusammenarbeit und die Ergebnisse der Körting Hannover AG: „Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit und der durchweg positiven Erfahrungen, die wir mit der Körting Hannover AG gemacht haben,“ berichtet Bernhard Lottmann, Leiter des Bereiches Maschinenbau der Werft Fr. Fassmer GmbH & Co. KG „war uns sofort klar, dass sie das Lenzsystem für uns entwickeln werden.“ Die Werft sei von der Lieferung und insbesondere auch der projektbegleitenden technischen Unterstützung durch die Körting Hannover AG begeistert gewesen.

AUF EINEN BLICK

Die Auslegung der speziellen Wasserstrahlpumpen erfolgt nach individuellen Kriterien. Dieses gilt hinsichtlich der Fertigungswerkstoffe und des Bautyps ebenso, wie mit Sicht auf die auszuführenden Leistungsdaten.

Wichtige leistungstechnische Vorgaben sind hierbei die Kenndaten der vorhandenen mechanischen Monitorpumpe.

Saugströme ≥ 2.000 m³/h sind realisierbar.

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