Geothermie: Körting liefert Dampfstrahl-Vakuumanlage nach Indonesien

Es waren wie immer die guten Referenzen, die die Firma Fuji Electric Systems davon überzeugten, dass die Körting Hannover AG der richtige Partner für die Umsetzung des Geothermiekraftwerks in Indonesien ist. Denn das technische Realisieren zur Gewinnung der Erdwärme funktioniert eben nur mit maßgefertigten Dampfstrahl-Vakuumanlagen. Auf die ist die Körting Hannover AG spezialisiert. Nach bislang erfolgreich abgeschlossenen Projekten in Neuseeland, Japan und Island, folgt nun also ein weiteres in Indonesien.

Der Auftrag zum Bau einer speziellen Dampfstrahl-Vakuumanlage für ein Geothermiekraftwerk in Indonesien kam im August 2010. Projekt ingenieur H.-G. Broll, der bei der Körting Hannover AG Spezialist für mehrstufige Vakuumsysteme für Chemie, Petro-Industrie, Urea-, Kristallisations- und Kraftwerksanlagen ist, machte sich sofort ans Werk. Der studierte Maschinenbauer entwickelte ausgefeilte Pläne für die Dampfstrahlpumpen und Mischkondensatoren, aus denen sich die Anlage zusammensetzt. Gemeinsam mit drei Konstrukteuren und vier Schweißern wurden die Pläne realisiert. „Der erste Teil, also zwei Strahlpumpen und ein Mischkondensator wurden bereits im Juni geliefert“, so Broll. „Im September wird der zweite Teil der Anlage verschifft und Anfang kommen den Jahres soll alles komplett stehen.“ Dann dient die Anlage dazu, mittels der Dampfstrahlpumpen das Vakuum im Turbinenhauptkondensator zu erzeugen.

Das Wesentliche und Besondere an dieser Dampfstrahl-Vakuumanlage ist die große Menge nichtkondensierbarer Gase, die aus den Turbinen-Hauptkondensatoren abzusaugen ist – immerhin 7,8 t pro Stunde!“, erklärt Broll. Im Wesentlichen bestünden diese nichtkondensierbaren Gase aus CO2, Stickstoff, Wasserstoff und einem geringen Luftanteil. Bei der Nutzbarmachung der Erdwärme stellen die Gase in den geothermischen Dämpfen allerdings ein generelles Problem dar, weil sie beim Betrieb der Kraftwerke zu erheblichen Schwierigkeiten führen können.

Eine Voraussetzung dafür, dass Körting den Auftrag für die Dampfstrahl-Vakuumanlage angenommen habe, sei die bereits bestehende Zusammenarbeit gewesen: „Wir arbeiten seit 2006 mit Fuji Electric Systems zusammen und haben gute Drähte zu ihr“, erklärt H.-G. Broll. „Das ist eben eine recht qualifzierte Truppe dort, mit hoher Fachkompetenz und guter Technik“, fügt er hinzu. Mr. Hidekazu Kotaka, Projektingenieur von Fuji Electric Systems, äußerte sich ebenfalls sehr zufrieden über die Zusammenarbeit: „Wir haben uns für die Körting Hannover AG entschieden, weil sie uns durch hervorragende Referenzen, langjährige Erfahrung und gute Zusammenarbeit überzeugt.“

Der Trend zu weiteren Bauten von Geothermischen Kraftwerken wird auch in Zukunft weitergehen. „Und die regenerative Energie steht kostenlos zur Verfügung“, kommentiert Broll die Vorteile. In den meisten Ländern, die sich dafür interessieren, sei die Erdkruste dünn und es würde brodeln, also zum Beispiel in Island, Neuseeland, Japan und eben Indo nesien. Denn mit etwa 40% des weltweiten Potenzials an geothermischen Energiequellen gehören Bau und Entwicklung von geothermischen Kraftwerksanlagen zu den aktuellen Kernthemen der Energiepolitik des Inselstaats. Davon werden bislang nur 4 % tatsächlich genutzt. Bis 2025 sollen, nach Informationen des Ministry of Energy and Mineral Resources in Jakarta, Kapazitäten von insgesamt 9.500 MW verfügbar sein.

Die nächsten Projekte dieser Art wird die Körting Hannover AG aber voraussichtlich in Afrika und Chile umsetzen.

Zurück