Marktführer: Hochdruck-Ejektoren für Urea-Prozesse

Eine Hochdruck Strahlpumpe im Werk der Körting Hannover AG
Hochdruck-Ejektoren mit Schweißanschluss im Werk der Körting Hannover AG

Durch ihre solide Bauform mit den schweren Flanschen fallen sie sofort ins Auge: Körting Hochdruck-Ejektoren stechen unter der Vielzahl der Strahlpumpen deutlich heraus. Als Flüssigkeitsstrahl-Flüssigkeitspumpen spielen sie in Anlagen zur Herstellung von Harnstoff-Dünger (Urea) eine entscheidende Rolle. Das bei der Herstellung anfallende Zwischenprodukt namens Carbamat wird durch den Hochdruck-Ejektor abgesaugt und mit frischem Ammoniak in den Prozess zurückgefördert. Seit den Anfängen in den 1970er Jahren hat Körting seine Kompetenz in der Auslegung und der Fertigung kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute Marktführer bei diesem Produkt.

Umfangreiche Materialtests

Schon bei der Auswahl der Werkstoffe werden deutliche Vorgaben von Kundenseite gemacht. Das zu fördernde Carbamat ist stark korrosiv und schränkt dadurch die Materialauswahl erheblich ein. Jeder Lizenzgeber, der Anlagen zur Urea-Produktion nach seinen Vorgaben verkauft, hat eigene umfangreiche Materialspezifikationen. Körting kann jede dieser Spezifikationen umsetzen und sorgt von der Materialbeschaffung über die Fertigung bis zur Prüfung und Endabnahme des Hochdruck-Ejektors für die strikte Einhaltung dieser Standards.

HP Ejektor mit Flanschanschlüssen für Carbamat Urea Harnstoff Prozesse
Hochdruck-Ejektor mit Flanschanschlüssen

Darüber hinaus muss die Korrosionsbeständigkeit vor Fertigungsbeginn durch besondere Materialtests nachgewiesen werden. Spezielle Labors führen im Auftrag der Körting Hannover AG diese Tests durch. Das Material muss verschiedene Kochvorgänge in Säure, innerhalb sehr enger Grenzen, überstehen. Erst wenn durch diese Tests die Eignung des Materials für den späteren Prozess bestätigt wurde, kann die eigentliche Fertigung beginnen.

Hoher Betriebsdruck

Der Körper des Hochdruck-Ejektors wird aus Vollmaterial hergestellt. Anschließend werden Stutzen und Heizmantel angeschweißt. Im Betrieb muss ein Hochdruck-Ejektor dauerhaft Treibdrücken von bis zu 230 Bar und Saugdrücken von bis zu 145 Bar standhalten. Diese außergewöhnlichen Anforderungen bedingen die Fertigung aus Vollmaterial und die Ausstattung mit sehr robusten Flanschen. Neben Flanschkonstruktionen kann der Hochdruck-Ejektor auch in die Prozessleitungen der Anlage eingeschweißt werden. Um die Festigkeit des Hochdruck-Ejektors nachzuweisen, wird vor der Auslieferung an den Kunden eine Wasserdruckprobe durchgeführt. Bei dieser Druckprobe wird der Hochdruck-Ejektor mit einem Druck von bis zu 350 Bar belastet.

Durch diese vielen Prüfungen und Tests ist sichergestellt, dass der Kunde eine zuverlässige und betriebssichere Strahlpumpe erhält. Dass Körting Hochdruck-Ejektoren darüber hinaus einen langlebigen Betrieb bieten, zeigt die Rückmeldung eines Kunden aus dem letzten Jahr. Der Kunde hat zwei Hochdruck-Ejektoren aus den Jahren 1976 und 1979 zur Generalüberholung nach Hannover geschickt. Nach einer umfassenden Revision konnten die beiden Strahlpumpen vom Kunden wieder in Betrieb genommen werden.

Hochdruck-Ejektoren sind auch unter den Bezeichnungen HP Ejektor, Carbamate Ejektor oder auch HP-Carbamat-Ejektor bekannt.

Weitere Informationen

Mehr Informationen zu Flüssigkeitsstrahl-Flüssigkeitspumpen finden Sie hier.

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