50 Jahre: „Immer und ewig bei Körting gewesen.“

Seit 50 Jahren sind Bärbel Braun, Heinz Gollmer und Bernd Saul bei Körting tätig. Damit liegen sie voll im Trend: Laut ZDF heute-Sendung vom 3.04.2013 stieg die Anzahl der Beschäftigten zwischen 60 und 65 Jahren in den vergangenen 5 Jahren um 81,7 Prozent. „Die Erfahrungen, die unsere älteren Mitarbeiter haben, sind bares Geld wert“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. York Fusch.

 Am 1. April 1963 traten Bärbel Braun (65 J.), Heinz Gollmer (65 J.), und Bernd Saul (65 J.), im Alter von 14 und 15 Jahren ihre Ausbildung bei der Körting Hannover AG an. Damals ahnte wohl noch keiner von ihnen, dass sie von nun an 50 Jahre lang im selben Betrieb arbeiten würden. Jetzt sitzen sie an einem Tisch und erinnern sich: An die Lehrlingsfahrten, bei denen es hoch her ging, oder an die 100- und 125-jährigen Jubiläumsfeiern, zu denen auch ehemalige Mitarbeiter eingeladen wurden. „Wir haben das halbe Leben hier verbracht und fühlen uns als Teil der Familie“, berichtet Heinz Gollmer, der bis zum 30.06.2013 in der Fertigung und Entmontage als Maschinenbaumeister tätig ist. „Wir kannten den Vater und den Großvater von unserem heutigen Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Fusch. Angefangen haben wir unter dem Großvater“, erklärt Bernd Saul. Die Zahl der älteren Beschäftigten in Deutschland nimmt zwar zu, aber dass Mitarbeiter so lange Zeit in lediglich einem Unternehmen beschäftigt sind, ist mittlerweile eine Seltenheit. Was hat sie so lange bei der Körting Hannover AG gehalten? „Das hatte natürlich viel mit dem Betriebsklima zu tun“, berichtet die kaufmännische Angestellte Bärbel Braun. „Wir hatten immer Glück mit unseren Kollegen und Vorgesetzten.“ Bereits ihr Vater und ihr Onkel hätten 50 Jahre bei Körting gearbeitet. „Eigentlich wollte ich schon mit 63 in den Ruhestand gehen, aber dann dachte ich: dann setzt du diese Tradition mal fort und bleibst, so lange du kannst.“

Bernd Saul machte bei der Körting Hannover AG eine Ausbildung als technischer Zeichner und wurde durch die Abendschule zum Maschinenbautechniker. „Die Eigenverantwortung für das ganze Produkt hat mich hier gehalten. Durch die weltweiten Abnahmen bei den Kunden und Lieferanten bin ich zudem viel rum gekommen. Mumbai, Spanien, Österreich, Tschechien,... das hat viel Abwechslung in meinen Berufsalltag gebracht.“

Wie Bernd Saul habe auch Heinz Gollmer besonderes Gefallen am Ausbilden der Lehrlinge gefunden. Für ihn sei klar: „Die Arbeit muss Spaß machen, und das war hier so bei mir.“ Die drei Mitarbeiter sind sich einig darüber, dass das Unternehmen immer voraus-schauend gewirtschaftet habe. Auch in schwierigen Zeiten hätten die Angestellten nie auf ihr Gehalt verzichten müssen. Für persönlich komplizierte Situationen sei ebenfalls Verständnis da gewesen. Etwa, als Bernd Saul plötzlich allein erziehender Vater von zwei Kindern wurde. „Da sagte der Großvater von Herrn Dr. Fusch, dass ich meine Arbeit so einteilen könne, wie ich das möchte. Das fand ich sehr unterstützend.“ Die Körting Hannover AG – ein Familienbetrieb mit ca. 260 Mitarbeitern. Das Durchschnittsalter liegt bei über 44 Jahren. „In der Regel gehen unsere Mitarbeiter nicht vor 65 Jahren in den Ruhestand. Die Erfahrungen, die sie haben, sind für uns bares Geld. So was können Sie nicht erlernen und das hilft uns natürlich sehr“, erklärt Dr. Fusch. Die Spezialisierung der Nischenprodukte, welche die Körting Hannover AG herstellt, ist sicherlich ein Grund für die besonderen Kenntnisse der Mitarbeiter. Hier, am Fuße des Lindener Berges in Hannover werden in modernstem Standard kundenspezifische Apparate, Vakuumanlagen, Wäscher, Abscheider und Brenner gefertigt. Seit der Gründung durch Ernst Körting im Jahr 1871 lebt das Unternehmen mehr und mehr vom Export. „Rund 80 Prozent unserer Geschäfte werden heute im Ausland gemacht“, teilt Dr. Fusch mit. „Weltweit 340 Beschäftigte machen einen Umsatz von 45 Millionen Euro. Dabei haben sich die Erfahrungen unserer Mitarbeiter als ein echter Wettbe- werbsvorteil herausgestellt.“

Trotz Ruhestand werden Bärbel Braun und Bernd Saul deshalb auch weiterhin für die Körting Hannover AG tätig sein und ihr Wissen an die jüngere Generation weitergeben.

Natürlich hätten sich alle Drei auch mal woanders beworben, aber das habe nicht geklappt, berichten sie abschließend. „Ein Wink des Schicksals und im Nachhinein auch gut so“, erklärt Bärbel Braun. „Die Firmen, bei denen ich mich damals beworben habe, gibt es inzwischen gar nicht mehr“, fügt Bernd Saul hinzu. „Mit Körting habe ich mich trotzdem immer stark identifiziert. Zwei meiner Schwager arbeiten hier und mein Sohn... der mittlerweile schon mein Chef ist“, sagt er stolz und lacht. Die Körting Hannover AG spricht Bärbel Braun, Heinz Gollmer und Bernd Saul ihren Dank aus für die 50jährige, engagierte und wertvolle Mitarbeit.

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