Mammutprojekt: Körting realisiert Kälteanlage für China

Anfang März 2010 war es soweit: die Körting Hannover AG erhielt den Auftrag, eine gigantische Dampfstrahl-Kälteanlage für China zu entwickeln.

Auftraggeber PetroChina zählt zu den umsatzstärksten Firmen der Volksrepublik und war im Jahr 2007 nach Börsenwert sogar das weltweit größte Unternehmen.

5 Projektingenieure, 5 Konstrukteure, 6 Schweißer und zwei Mitarbeiter aus dem Bereich MSR (Messen-Steuern-Regeln) arbeiteten fortan leidenschaftlich in Hannover und China an der Planung und Fertigung der dreistufigen Anlage. Perfektion ist dabei oberstes Gebot. Schließlich sollen mit Hilfe drei riesiger Strahlpumpen in der Spitzenlast pro Stunde 2.300 t Wasser von 29°C auf 20°C abgekühlt werden.

“Das sind im Vergleich etwa 50 gefüllte Tanklastwagen“, erklärt der zuständige Projekt-Ingenieur der Körting Hannover AG, Stefan Bomnüter. „Kombiniert mit zwei, fast 50 Meter hohen Kolonnen, werden die drei Strahlpumpen, mit Längen von sage und schreibe 14, 15 und 20 Metern, der Erzeugung von Kaltwasser dienen“, fügt Bomnüter hinzu. „Dieses im 30 m hohen Verdampfer heruntergekühlte Wasser wird in der neu errichteten Sichuan-Raffinerie zur Kühlung verschiedener petro-chemischer Prozesse benötigt.”

Das erste große Hindernis haben die Riesenstrahlpumpen in Hannover bereits bestanden, nämlich den Transport in die zentralchinesische Provinz Sichuan. Nach einjähriger Planungs- und Produktionsphase wurden sie zunächst wieder auseinander gebaut, um überhaupt nach China verschifft werden zu können. Mancher Mitarbeiter ist froh über den Abtransport: „Das Ding hat bei uns eine Menge Platz eingenommen“, so der augenzwinkernde Kommentar.

Ende 2011 wird die gesamte Anlage mit einer Kälteleistung von 24 Megawatt, von Körting fertig gestellt und in der Sichuan-Raffinerie aufgebaut. Damit ist diese Kälteanlage die zweitgrößte der Körting Firmengeschichte. Die weltweit größte errichtete das Unternehmen bereits 2002 in Alexandria, Ägypten.

“Für Körting gelingt mit dem Bau dieser Anlage ein weiterer riesiger Schritt in die Zukunft“, resümiert der Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. York Fusch. „Es hat sich wieder einmal mehr gezeigt – und wir sind hocherfreut darüber – dass wir in der Lage sind, Projekte eines solchen Ausmaßes erfolgreich in Hannover realisieren zu können.”

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