Venturi­-Wäscher: Neues Verfahren zur Bioethanol­-Herstellung

Die Körting Hannover AG realisierte eine Versuchsanlage zur Verbrennung von fossilen Festbrennstoffen an der Brandenburg Technische Universität Cottbus (BTU), Lehrstuhl Kraftwerkstechnik. Auftraggeber ist das Centrum für Energietechnologie Brandenburg GmbH (CEBra).

Mit dem weltweit steigenden Energiebedarf wächst der Zukunftsmarkt Bioethanol. Insbesondere im Transportsektor ist nachhaltig produziertes Bioetha­nol als Benzinersatz eine Antwort auf die zukünf­tigen Herausforderungen der Energieversorgung.

Im Vergleich zu fossilen Energieträgern ist es ein re­generativer Kraftstoff, der aus nachwachsenden Roh­stoffen gewonnen wird. Der klimaschädliche CO2­-Ausstoß kann so deutlich reduziert werden. Ein Teilschritt bei der Herstellung von Bioethanol ist die Entstaubung von Zellulose­-Staub vom Niederdruck­dampf. Hierfür fertigte Körting Ende 2011 einen Venturiwäscher samt weiterer Komponenten wie Abscheidebehälter und Drall­-Tropfenabscheider (DTA) sowie das Engineering für weiteres Anlagen-­Equip­ment. Die Edelstahl­-Anlage für Anwendungen mit Volumenströmen bis zu rund 125.000 m³/h und einem Druckverbrauch von 100 mbar ist mittlerweile in vollem Einsatz.

Das Interessante an der Anlage ist der Einsatz zur Reinigung von heißem Dampf mit Kondensat bei einer Temperatur von 100 °C“, erklärt Ingenieur Arnd Rötz. „Um diese zu erhalten, wird das Gas mittels eines Gebläses durch den Wäscher gefördert und beschleunigt.“ Durch Scherkräfte entstehende feinste Tröpfchen fangen die Staubpartikel ein, die wegen ihrer Massenträgheit den Stromlinien des Gases nicht mehr folgen können.

Zur Vermeidung von Sedimentationen der abgeschie­denen Stäube im Abscheidebehälter werden Düsen­mischer eingesetzt. Die optimale Positionierung der Mischer wurde durch eine projektbezogene CFD­-Simulationsrechnung ermittelt.

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