Körting Strahlpumpen - Produktübersicht

Körting Strahlpumpen sind in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen einsetzbar. Dabei wird jede Strahlpumpe individuell auf ihren Einsatzzweck ausgelegt und optimal für die jeweilige Nutzung angepasst. Bei der Auslegung, Konstruktion und Fertigung greift Körting auf seine umfangreiche und jahrzehnte lange Erfahrung im Einsatz von Strahlpumpen in den unterschiedlichsten Prozessen zurück. 

Wählen Sie Ihre Strahlpumpe nach dem zur Verfügung stehenden Antriebs-/Treibmedium oder dem gewünschten Saugmedium:

Strahlpumpe, Ejektor, Treibmittelpumpe, Strahler, Jetpumpe - Viele Namen, gleicher Aufbau und Funktion

Eine Strahlpumpe arbeitet ohne mechanischen Antrieb und bietet damit eine hohe Sicherheit im dauerhaften Betrieb. Körting Strahlpumpen und Ejektoren genießen den Ruf besonders einfach und robust, wartungs- und verschleißarm zu funktionieren. Sie werden in einer Vielzahl an Materialien, optimiert auf den Einsatzzweck, ausgelegt. Die Pumpwirkung wird mittels eines flüssigen oder gasförmigen Treibmediums als Energieträger erzielt. Der Anwendungsbereich bestimmt die Formgebung des Strömungsquerschnittes, der abhängig vom Treibmedium individuell festgelegt wird.

Animiertes Funktionsbild einer Strahlpumpe

Schnittmodell einer Dampfstrahl-Vakuumpumpe

Das untere Schnittmodell zeigt den inneneren Aufbau einer Strahlpumpe, die mit dem Treibmedium Dampf ein Vakuum auf der Saugseite erzeugt.

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Schnittmodell einer Dampfstrahl-Vakuumpumpe
  1. Düsenvorkammer mit Dampfsieb
  2. Treibdüse
  3. Kopf
  4. Einlaufdiffusor
  5. Auslaufdiffusor

A. Treibdampf mit ptr (Treibdruck)
B. Saugstrom bei ps (Saugdruck)
C. Gemischstrom bei pd (Gegendruck)

Aufbau und Wirkungsweise der Strahlpumpen

Der Begriff „Strahlpumpe“ beschreibt einen Apparat, in dem eine Pumpwirkung durch den Einsatz eines treibenden Fluids als Energieträger erzielt wird. Eine Strahlpumpe benötigt demnach keinen mechanischen Antrieb, also keine bewegten Teile. Dieses Grundprinzip gilt für jede Strahlpumpe in den unterschiedlichen Ausführungsformen und Anwendungsbereichen. Der Anwendungsbereich bestimmt die Formgebung des Strömungsquerschnittes.

Im Bild ist als Beispiel eine Dampfstrahl-Vakuumpumpe dargestellt (Dampf dient als Treibfluid, um Vakuum zu erzeugen). Für die Funktion sind die Treibdüse (2) und der Diffusor (4 + 5) entscheidend. Diese beiden Bauteile werden von dem Treibfluid nacheinander durchströmt.

Der Strömungsquerschnitt ändert sich längs dieses Weges. In der Treibdüse (2) fällt der Druck ab und die Geschwindigkeit steigt an. Im umgekehrten Sinne wird im Diffusor (4 + 5) die Strömung wieder verzögert. Dabei erhöht sich der Druck bis auf den Gegendruck am Austritt der Strahlpumpe.

Zwischen der Treibdüse (2) und dem Diffusor (4 + 5) liegt der Bereich mit dem niedrigsten statischen Druck; das ist etwa der Saugdruck ps. Hier wird der Saugstrom durch den Sauganschluss B in den Kopf (3) eingelassen und dem an dieser Stelle sehr schnell strömenden Treibmedium beigemischt. Ein Teil der hohen Bewegungsenergie wird dabei auf den Saugstrom übertragen. Gemeinsam durchströmen dann Treib- und Saugstrom als Gemisch unter Verzögerung und Druckgewinn den Diffusor. Der Druckanstieg vom Saugdruck ps auf den Gegendruck pd ist für den Saugstrom gleich der Förderhöhe oder der Druckdifferenz der Strahlpumpe. Das Verhältnis pd / ps stellt bei einer Strahlpumpe das Verdichtungsverhältnis dar.

In einer Strahlpumpe wird also die nicht direkt übertragbare statische Druckenergie des Treibmediums in kinetische Energie umgesetzt. Diese kann durch Impulsübertragung bei der Mischung an den Saugstrom abgegeben werden. Der Diffusor verwandelt dann die kinetische Energie des Gemisches aus Treib- und Saugstrom wieder in die Form der statischen Druckenergie.

In der unten abgebildeten Dampfstrahl-Vakuumpumpe wird in der Treibdüse (2) das kritische Druckverhältnis überschritten (erkennbar an der Erweiterung des Düsenquerschnittes nach der engsten Stelle); die Dampfgeschwindigkeit steigt dementsprechend über die Schallgeschwindigkeit wschall hinaus an. Treib- und Saugstrom
werden bei Überschallgeschwindigkeit vermischt und gemeinsam bis zum Hals des Diffusors auf etwa Schallgeschwindigkeit verzögert. Der restliche Druckanstieg erfolgt im divergierenden Diffusorabschnitt bis auf den Gegendruck pd.

Bauarten und Bezeichnung der Strahlpumpen

Mit Strahlpumpen erzeugt man Vakuum, verdichtet Gase, fördert Flüssigkeiten, transportiert rieselfähige Feststoffe, mischt Flüssigkeiten oder Gase ineinander.

Als Treibfluid verwendet man:

  • Dampf mit Überdruck
  • Normaldruck-Dampf*)
  • Vakuum Dampf*)
  • Druckgas oder -luft
  • Normalluft
  • Wasser oder andere verfügbare Flüssigkeiten

*) Sofern der Gegendruck der Strahlpumpe oder der betrachteten Strahlpumpenstufe niedrig genug liegt.

Das folgende Schema gibt eine Übersicht über die Benennungen der Strahlpumpen nach DIN 24290. Bei der Bezeichnung spezieller Strahlpumpen können die allgemeinen Ausdrücke für Treibmittel und Fördergut (Gas, Dampf, Flüssigkeit, Feststoff) durch individuelle Begriffe ersetzt werden.

  nach Treibmedium Gas-Strahlpumpe Dampf-Strahlpumpe Flüssigkeits-Strahlpumpe
nach Saugmedium        
Strahl-Gaspumpe Strahl-Ventilator Gasstrahl-Ventilator Dampfstrahl-Ventilator Flüssigkeitsstrahl-Ventilator
  Strahl-Kompressor Gasstrahl-Kompressor Dampfstrahl-Kompressor
(Brüdenkompressor, Thermokompressor)
Flüssigkeitsstrahl-Kompressor
  Strahl-Vakuumpumpe Gasstrahl-Vakuumpumpe Dampfstrahl-Vakuumpumpe Flüssigkeitsstrahl-Vakuumpumpe
Strahl-Flüssigkeitspumpe

Gasstrahl-Flüssigkeitspumpe Dampfstrahl-Flüssigkeitspumpe Flüssigkeitsstrahl-Flüssigkeitspumpe
Strahl-Feststoffpumpe

Gasstrahl-Feststoffpumpe Dampfstrahl-Feststoffpumpe Flüssigkeitsstrahl-Feststoffpumpe

 

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